Zu einer Grundausstattung für den Skisport gehört neben geeigneter Skikleidung und bequemen Skischuhen auch ein gut sitzender Skihelm. Dieser sollte anhand der Kopfform, des Kopfumfangs sowie den individuellen Anforderungen, die er zu erfüllen hat, ausgewählt werden.
Die richtige Passform für einen Skihelm
Die richtige Passform für den eigenen Kopf ist entscheidend für Sicherheit, Komfort und ausreichend Wärme auf der Piste. Eine nicht geeignete Passform kann zu unangenehmen Druckstellen und kalten Ohren führen. Im Falle eines Sturzes kann es sogar richtig gefährlich werden: Eventuell ist der Schutz eines Skihelms bei falscher Passform nicht ausreichend.
Skihelme, die gut zum eigenen Kopf passen, müssen:
- eng anliegen und die Stirn leicht berühren, aber nirgends drücken
- fest genug sitzen, ohne zu wackeln
- beim Kopfschütteln oder Nicken nicht verrutschen
- viele Helme haben integrierte Polster über den Ohren, diese sollten angenehm sitzen; es darf nicht zu viel Spielraum zwischen Kopf und Polstern bestehen
Da Skifahrer auf der Piste eine Skibrille und Mütze tragen, sollte der Helm auch dann gut sitzen. Daher sollte er unbedingt mit diesen beiden Teilen probegetragen werden. Sitzt die Skibrille auch mit Skihelm gut an Nase und Wange? Drückt die Kombination irgendwo, oder sitzt alles angenehm?
Skihelm-Größe bestimmen
Bei der Wahl des richtigen Helms für die nächsten Winterfahrten auf der Piste kommt es auf den Kopfumfang an. Dieser wird wie folgt gemessen:
- Maßband knapp über den Augenbrauen um den Kopf legen und festziehen (nicht so stramm ziehen, dass das Maßband einschneidet)
- Wert in cm ablesen
- Passende Helmgröße auswählen
Die meisten Hersteller bieten Größen von XS (51-53 cm), S (54–56 cm), M (56/57–58 cm), L (58/59–61 cm) an. Die genauen Maße können sich je nach Hersteller minimal voneinander unterscheiden. XL- oder XXL-Größen sind bis ca. 65 cm erhältlich.
Kopfform für richtigen Skihelm beachten
Neben der Berücksichtigung des Kopfumfangs ist die Kopfform entscheidend für die Wahl des richtigen Skihelms.
Wer eine eher runde Kopfform hat, sollte einen Helm wählen, der gleichmäßig rund geformt ist. Diese Helme sind an allen Stellen gleichmäßig breit. Mit einem eher ovalen Gesicht ist ein Helm besser geeignet, der vorn bzw. hinten etwas länger oder höher ist als seitlich. Bei einem gleichmäßig runden Helm steht bei einer ovalen Kopfform Luft an den Seiten. Wer mit einem ovalen Skihelm allerdings zu viel Platz an der Vorder- und Rückseite des Helms hat, braucht eine gleichmäßig runde Alternative. Helme, die etwas tiefer am Hinterkopf geschnitten sind (Low Back), geben etwas mehr Halsfreiheit. Modelle, die im Nackenbereich etwas höher sitzen, nennen sich High Back.
Spezielle Helmformen für mehr Sicherheit: Multi-Impact, MIPS oder SPIN
Es gibt spezielle Helme für besondere Sicherheitsanforderungen – egal ob beim Skifahren oder bei Fahrradhelmen im Radsport: Sicherheit sollte immer ganz oben stehen. Sogenannte Multi-Impact-Helme sind so gefertigt, dass sie leichtere Stöße noch gezielter abfangen. Dabei kann es sich um tief hängende Äste während einer Abfahrt handeln, aber auch einen leichten Sturz können sie problemlos abfedern. Zur Sicherheit sollte nach einem deutlichen Sturz besser ein neuer Skihelm gekauft werden.
MIPS oder SPIN
Skihelme mit MIPS (Multi-Directional Impact Protection System) haben eine bewegliche Innenschale. Vor allem bei schrägen Stürzen leiten sie die wirkenden Rotationskräfte vom Kopf ab und können so Hirnverletzungen effektiv vorbeugen.
Bei einem sogenannten SPIN-Helm (SPIN = Sharing Pads INside) besitzt die Polsterung im Helm eine spezielle Gelschicht. Im Falle eines Sturzes wird dem Helm durch das Gel eine leichte Bewegung zur Seite ermöglicht, wodurch das Risiko schwerer Hirnschäden effektiv verringert wird.