Fastenwandern: Wirkung und Vorteile

Das Fastenwandern ist ein freiwilliger, bewusster Verzicht auf Nahrung für einen bestimmten Zeitraum in Kombination mit leichter Bewegung in der Natur. Das Fastenwandern ist nicht zur effektiven und nachhaltigen Gewichtsabnahme geeignet. Vielmehr eignet sich das Fastenwandern zur Reinigung des Körpers und Geistes.

Fastenwandern ist für schwer kranke Menschen, Schwangere und Stillende sowie für Kinder und Jugendliche nicht zu empfehlen. Bei einer leichten Krankheit, Übergewicht, Bluthochdruck oder Depressionen ist das Fastenwandern stets mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Während des Fastenwanderns ist kein Alkohol oder Nikotin aufzunehmen und die Entlastungstage davor sowie die Aufbautage danach sind zu beachten.

Was ist die Wirkung beim Fastenwandern?

Die Wirkung von Fastenwandern ist ein kurzfristiger Gewichtsverlust, die Aktivierung der Zellreinigung und das verbesserte Wohlbefinden. Weitere Wirkungen beim Fastenwandern sind das Training des Stoffwechsels, die Verbesserung der Immunabwehr und die Veränderung der Proteinzusammensetzung.

Die Wirkung beim Fastenwandern stellt die folgende Liste im Detail dar.

  • Kurzfristiger Gewichtsverlust: Beim Fastenwandern wird ein kurzfristiger Gewichtsverlust erzielt, da man durch die Bewegung einen höheren Grundumsatz hat. Beim Fasten zieht der Körper die Energie aus den Fettreserven und ermöglicht deshalb eine leichte Gewichtsabnahme. Fastenwandern sollte jedoch nicht in erster Linie für die Gewichtsreduktion, sondern höchstens für den Übergang zu einer gesunden Ernährung durchgeführt werden.
  • Aktiviert die Zellreinigung: Fastenwandern aktiviert die Zellreinigung (Autophagie), da durch den Nährstoffmangel beschädigte oder überflüssige Zellen im Körper abgebaut und recycelt werden. Die Kombination aus Nahrungsverzicht und Bewegung beim Fastenwandern regt die Autophagie und den Stoffwechsel stark an.
  • Besseres Wohlbefinden: Das Fastenwandern bietet den meisten Menschen ein besseres Wohlbefinden, was durch die Entlastung des Verdauungssystems, die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und die Aktivierung des Stoffwechsels erzielt wird. Beim Wandern werden zusätzlich Endorphine, Serotonin und Dopamin ausgeschüttet, die die Stimmung aufhellen.
  • Trainiert den Stoffwechsel: Das Fastenwandern trainiert den Stoffwechsel, da der Körper beim Fasten von Glukoseverbrennung auf Fettstoffwechsel umschaltet. Beim Fettstoffwechsel entstehen Ketonkörper, die als alternative Energiequelle für das Gehirn und die Muskeln genutzt werden. Zusätzlich verbessert Fastenwandern die Insulinsensitivität und reguliert Stresshormone.
  • Verbessert die Immunabwehr: Mit dem Fastenwandern wird die Immunabwehr verbessert, da durch die Autophagie neue, funktionstüchtige Immunzellen entstehen. Frische Luft, Sonnenlicht und Vitamin D beim Fastenwandern stärken zusätzlich die Abwehrkräfte. Die Bewegung während des Fastenwanderns fördert die Durchblutung und unterstützt dabei den Transport von Immunzellen im Körper.
  • Verändert die Proteinzusammensetzung: Das Fastenwandern verändert die Proteinzusammensetzung, da der Körper über die Nahrung kein Eiweiß mehr erhält und dadurch Körpereiweiß langsam abbaut. Im Blut verändern sich die Eiweiße so, dass weniger entzündungsfördernde Stoffe vorhanden sind und mehr Reparaturproteine aktiviert werden.

Fastenwandern: Wirkung und Vorteile

Was sind die Vorteile von Fastenwandern?

Die wichtigsten Vorteile von Fastenwandern sind, dass es die gesundheitsfördernden Effekte einer Fastenkur erhöht, dem Muskelabbau entgegenwirkt und die Bewegung an der Luft ermöglicht. Weitere Vorteile von Fastenwandern sind, dass es eine Verbindung mit der Natur schafft und eine Durchführung in Gruppen ermöglicht.

Alle Vorteile von Fastenwandern sind im Folgenden detailliert beschrieben.

Erhöht gesundheitsfördernde Effekte einer Fastenkur

Das Fastenwandern erhöht die gesundheitsfördernden Effekte einer Fastenkur, da durch das Wandern die Fettverbrennung verstärkt, der Kreislauf stabilisiert und die Durchblutung gefördert wird. Das Fastenwandern vereint die positiven gesundheitlichen Effekte beim Fasten mit der leichten Bewegung in Form von Wandern. Fastenwandern macht eine Fastenkur sicherer, da in den meisten Fällen die Fastennebenwirkungen durch die tägliche Bewegung ausbleiben.

Wirkt Muskelabbau entgegen

Das Fastenwandern und die damit verbundenen Wanderungen wirken dem Muskelabbau entgegen. Bei einer herkömmlichen Fastenkur tritt ein Muskelabbau ein, denn der Körper zieht die Energie aus den Muskeln, wenn ihm keine andere Energiequelle zur Verfügung steht. Durch das tägliche Wandern beim Fastenwandern wird dieser fastenbedingte Muskelabbau gehemmt, da dem Körper die Notwendigkeit der Muskeln durch die Wanderungen signalisiert wird.

Ermöglicht Bewegung an der Luft

Der Vorteil beim Fastenwandern ist, dass er die tägliche Bewegung an der Luft ermöglicht. Leichte Wanderung am Tag sind nicht zu anstrengend oder belastend und liefern ausreichend Energie für den Tag. Es ist wichtig, dass man sich beim Fastenwandern nicht vollständig verausgabt, um Kreislaufprobleme und frühzeitige Müdigkeit zu vermeiden. Die Bewegung an der Luft beim Fastenwandern ermöglicht zusätzlich eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und das Erlernen der eigenen Grenzen.

Schafft Verbindung mit der Natur

Das Fastenwandern schafft eine Verbindung mit der Natur, da man Achtsamkeit und seine Sinne (Hören, Riechen, Sehen) trainiert. Die Naturgeräusche sorgen dafür, dass man zur Ruhe kommt und ein besseres Wohlbefinden verspürt. Fasten hat eine reinigende Wirkung, was in der Natur zu einem verbesserten Gefühl von Körper und Geist führt. Das Fastenwandern und die damit verbundenen idyllischen Wanderwege ermöglichen Fastenenden einen erhöhten Fokus auf den eignen Körper.

Durchführung in Gruppen möglich

Beim Fastenwandern ist die Durchführung in Gruppen möglich, was besonders das Gemeinschaftsgefühl und dadurch das Durchhaltevermögen fördert. Fastenwandern kann man auch alleine durchführen, jedoch ist das Fastenwandern mit einer Anleitung eines erfahrenen Fastenwanderers für Anfänger eher zu empfehlen.

Beim geführten Fastenwandern werden je nach Einrichtung Gruppenaktivitäten, Vorträge zum Fastenwandern, Yoga, Entspannungsübungen, Heilbäder, Massagen und vieles mehr angeboten. Experten organisieren für das Fastenwandern tägliche Wanderungen, die passende Verpflegung und eine Unterkunft im Wandergebiet.

Welche Fastenarten gibt es beim Fastenwandern?

Beim Fastenwandern gibt es die Fastenarten Heilfasten nach Buchinger, Intervallfasten, Basenfasten, Wasserfasten, Suppenfasten und die Mayr Kur. Welche Fastenart man wählt, hängt von den eigenen Vorlieben und Zielen ab. Die am besten geeignete Fastenart für sich selbst sollte mit dem Hausarzt besprochen werden.

Die folgende Liste zeigt, welche Fastenarten es beim Fastenwandern gibt und erklärt diese im Detail.

  • Heilfasten nach Buchinger: Das Heilfasten nach Buchinger beim Fastenwandern beschreibt den Verzicht auf feste Nahrung. Während der Fastenwoche nimmt man ausschließlich Gemüsebrühe, Wasser, Tee sowie frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte zwischen 250 und 500 Kalorien pro Tag zu sich.
  • Intervallfasten: Das Intervallfasten beim Fastenwandern meint entweder das 16:8-Fasten oder das 5:2-Fasten. Beim 16:8-Fasten nimmt man für 16 Stunden keine Nahrung zu sich und verzehrt dann innerhalb von 8 Stunden zwei gesunde Mahlzeiten. Das 5:2-Fasten beschreibt das gewohnte Essen für 5 Tage und die kalorienreduzierte Nahrungsaufnahme für zwei Tage von höchstens 800 Kalorien.
  • Basenfasten: Das Basenfasten beim Fastenwandern umfasst den Verzicht auf säurebildende Lebensmittel. Beim Basenfasten isst man kein Getreide, Zucker, Brot und Fleisch sowie keine Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nudeln. Die Ernährung beim Basenfasten beschränkt sich auf Gemüse, säurearmes Obst, Salate, Kräuter, Samen, Kerne und Nüsse.
  • Wasserfasten: Beim Wasserfasten wird für eine bestimmte Zeit ausschließlich reines Wasser getrunken. Wasserfasten ist auch als Nulldiät bekannt, da man im Zeitraum des Fastens keine Kalorien zu sich nimmt. Fastende trinken beim Wasserfasten pro Tag mindestens 3 Liter Wasser. Das Wasserfasten ist beim Fastenwandern jedoch nur für geübte Fastende geeignet, da es eine sehr extreme Diät ist.
  • Suppenfasten: Beim Suppenfasten nach Moll verzehrt man zu jeder Mahlzeit eine Suppe mit verschiedenem Gemüse. Zwischen den Mahlzeiten trinkt man viel Wasser oder ungesüßten Tee, um den Flüssigkeitsbedarf zu füllen. Das Suppenfasten ist eine schonende Art des Fastens und optimal für Anfänger des Fastenwanderns geeignet.
  • Mayr Kur: Die Mayr Kur beim Fastenwandern hat die Säuberung des Darms und die Verbesserung der Verdauung zum Ziel. Bei der Mayr Kur nimmt man nur leicht verdauliche Lebensmittel zu sich und kaut dabei bewusst sowie langsam. Die Mayr Kur beginnt mit einem Teefasten für zwei Woche, gefolgt von einer zweiwöchigen Semmel-Milch-Kur.

Unabhängig davon, für welche Fastenart man sich beim Fastenwandern entscheidet, ist eine ausreichend Flüssigkeitszufuhr wichtig. Beim Fastenwandern eignen sich ausschließlich kalorienfreie Getränke wie Wasser oder Kräutertee, damit keine zusätzlichen Kalorien über das Trinken aufgenommen werden.